Die letzten 2 Tage gingen die Kinder auf die Suche nach dem verlorenen Schatz der Napiletzkis. Um schon mal die Spannung zu nehmen, der Schatz ist gefunden und heute Nachmittag verputzt worden.
Damit auch alle im Bilde sind, wer die Napiletzkis überhaupt sind folgt die Rahmenstory.
Es lebte einst in einem prunkvollen Schloss an der Ahr das alte Geschlecht der Napiletzkis. Sie waren die reichste Familie der Gegend. Ihre Ländereien erstreckten sich über das ganze weite Ahrtal mit seinen wunderschönen Weinbergen. Der König besaß drei wackere Söhne.
Der älteste, Prinz Florentin war zugleich der kleinste und frechste von ihnen. Er stahl dem Bäcker jeden Tag drei Leibe Brot und kam somit nicht als Thronfolger in Frage.
Prinz Sebastiano war gelehrsam und bibeltreu zugleich, sein Wunsch Mönch zu werden passte nicht in die Pläne seines Vaters, der ihn am liebsten an der Seite einer reichen Fürstin gesehen hätte. Vor Jahren schon hatte der Prinz ein Schweigegelübte abgelegt und so war es auch ihm nicht möglich das Amt seines Vaters zu übernehmen.
Danielus, der jüngste von ihnen, hatte eine Leidenschaft für das Glücksspiel, durch die schon der ein oder andere Weinberg den Besitzer gewechselt hatte. Auch seine Interessen für Staatsgeschäfte hielt sich in Grenzen und so sah man ihn nur sehr selten am Hofe. Das billigte der Vater genauso wenig, wie die Laster seiner Brüder und so blieb die Thronfolge vorerst ungeklärt.
Neben den Prinzen besaß der König noch zwei bildhübsche Töchter. Die Prinzessinnen Victoria und Myrene. Beide wurden von einer Schar Ritter umworben. König Napi litt nach dem Tod seiner Frau unter fürchterlichen Verlustängsten und sperrte daraufhin seine Töchter in den höchsten Turm des Schlosses.
Zum Hofstaat zählte unter Anderem der weise Magier Dominikus, der mit seiner Zauberkugel dem König in jeder Situation den richtigen Rat geben konnte. Er wurde von Allen hoch geachtet und sogar Florentin wagte es nicht ihm Streiche zu spielen. Diese richteten sich vielmehr gegen den Hoftafelmeister Gamenikus Cockus der Brotesser. Er war der treuste Untertan der Königsfamilie und nahm die Schelmereien des Prinzen mit einem Lächeln hin. Seine kulinarischen Künste waren im ganzen Rheinland berüchtigt.
Der badische Barde Zilliani mit der Zitter gastierte als Minnesänger nur zu gerne am Hofe der Napileztkis. Aus der ganzen Region kamen die Adligen in Scharen angereist um der lieblichen Engelsstimme zu lauschen.
Die furchteinflößendste Person des ganzen Hofes war wohl der schwarze Ritter Claudius der Hammer. Sein Gesicht kannte keine Sau und man munkelt, dass er an Ostern im Hasenkostüm die Eier versteckte. Er war die ungeschlagene Grausamkeit bei allem Turnieren, wo er hinsah, verstummten die Vögel, verwelkten die Blumen und Wasser wurde zu Blut.
Es fehlte ihnen Allen an keinerlei Dingen und so lebten sie lange Zeit in Frieden und Geruhsamkeit. Doch dieses Idylle wurde von einem mächtigen Feind überschattet. Die dunklen Ritter des Kohlaner Ordens verschworen sich gegen die Königsfamilie und schmiedeten einen grausamen Plan. Sie wollten sich der Burg und der Schätze der Familie bemächtigen und die holden Prinzessinnen entführen. Doch Dominikus erkannte die Gefahr in seiner Kugel. Er beobachtet die feindlichen Ritter bei ihren eigentümlichen Kampfvorbereitungen. So trainierten diese sich im Marathon laufen, Holzesel bauen und mit einer Säge im Finger weiter zu kämpfen.
Durch diese Entdeckung hatte die Königsfamilie Zeit ihre Schätze zusammen zu raffen und bei einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Schloss zu fliehen.
Sie wateten durch den reißenden Strom der Ahr, wanderte über weite Felder und dunkle Wälder. Im dunkelsten dieser Wälder trafen sie auf eine alte Bekannte. Die einäugige Hexe Littora von der Teufelsley welche vor Jahren vom Hofe verbannt wurde und von da an bitterste Rache schwor. Sie kam aus dem Nebel mit ihren verfilzten Haaren und ihrem gehässigen Lachen und stahl dem König seinen Schatz sowie die schöne Myrene. Der Rest des Hofes konnte gerade so entkommen, bevor sie sie alle in Schafe verwandeln konnte. Sie retteten sich an einen sicheren Ort und beweinte ihre Verluste, bis der König eine zündende Idee im Traum hatte.
Eine Heldengruppe musste geschaffen werden, die sich in ihren Eigenschaften ergänzten um so der bösen Hexe, die Beute wieder abzunehmen. Schwere Aufgaben würden ihnen bevorstehen und den, denen es gelinge, würden reich belohnt, ja vielleicht fände sich sogar ein Thronfolger.
Klettern auf der Teufelsley war eine der Prüfungen, die die Kinder zu Bestehen hatten.
Ansonsten geht es allen sehr gut, das Wetter spielt uns dabei natürlich auch sehr in die Tasche.
In diesem Sinne freundliche Grüße nach Hause.
2 Kommentare:
Liebes Zeltlager,
wahrlich eine tolle Geschichte, da wäre ich gerne in der Heldengruppe gewesen oder hätte dem Bäcker in der Küche geholfen, das Brot vor Florentin zu sichern.Wobei mich wundert, daß er den berühmten Ahrwein,den die Napiletzkis, als reichste Famililie bestimmt literweise besaßen, so ganz außer Acht ließ. Für Sebastiano war es wohl auch oft nicht leicht sein Schweigegelübte
nicht zu brechen und seinen Bruder auf den Pfad der Tugend zu führen.
Nun seid alle lieb gegrüßt, lasst es Euch weiterhin gutgehen und habt noch viel Spaß zusammen Ein extra Grußkuß für Lisa und Merle
Lieber Hofstaat,
ihr erlebt ja aufregende Abenteuer. Da werden wir hier in Bonn ganz neidisch. Uns bleibt bei dieser Hitze nur der Gang in volle Hardtbergbad.
Hoffentlich bleibt ihr auch die nächsten Tage von größeren Katastrophen verschont und lasst es euch gut gehen.
Ich grüße alle, die mich kennen und besonders Carolin, Jana, Nadja und Merit.
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